Tim Schneider - Rechtsanwalt & Fachanwalt für Insolvenzrecht

Selbständig während der Verbraucherinsolvenz

Trotz der missverständlichen allgemeinen Bezeichnung mit dem  Oberbegriff als Verbraucherinsolvenz gilt das so genannte Restschuldbefreiungsverfahren für Verbraucher und Unternehmer gleichermaßen.

Trotz der missverständlichen allgemeinen Bezeichnung mit dem  Oberbegriff als Verbraucherinsolvenz gilt das so genannte Restschuldbefreiungsverfahren für Verbraucher und Unternehmer gleichermaßen. Das Gesetz selbst räumt dem Schuldner ein Wahlrecht ein, ob er während der sechsjährigen „Treuhandphase“ einer selbständigen oder nichtselbständigen Tätigkeit nachgehen will. Auch ein Wechsel zwischen den verschiedenen Beschäftigungsformen ist möglich. Damit eröffnet sich mit dieser Regelung für einen persönlich haftenden Kleinunternehmer die Möglichkeit, seine Geschäfte trotz Insolvenz und Restschuldbefreiung weiterzuführen. Dazu sagt § 295 II InsO ausdrücklich, dass der Schuldner auch im Restschuldbefreiungsverfahren selbständig tätig sein kann, solange er „die Insolvenzgläubiger durch Zahlung an den Treuhänder so stellt, wie wenn er ein angemessenes Dienstverhältnis eingegangen wäre.“

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